Kraniche beobachten mit Ben und Pluster vom Nationalparkamt

Auch in diesem Herbst haben sich Ben Buddel und sein Freund Pluster, das Maskottchen vom Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, wieder mit Kindern getroffen, um die Vögel des Glücks zu beobachten. Ranger Carsten und Buddelmama Simone waren natürlich auch dabei. Das Quartett wusste wahrlich sehr viel über die wunderbaren Vögel zu berichten. Keine Frage blieb unbeantwortet, denn schließlich sind die vier Nationalparkfreunde nicht zum ersten Mal mit Kindern in der Natur unterwegs.

Achtzehn kleine Vogelkieker und ihre großen Begleiter hatten wie immer viel Spaß zusammen und lernten sehr viel dazu. Simone hat für alle Kranichfreunde zum Nachlesen hier noch einen kleinen Text geschrieben. Viel Spaß beim Lesen!

Die Herbstzeit in Zingst ist immer wieder schön. Nicht nur schöne Strandspaziergänge mit herbstlichen Brisen kann man derzeit wieder genießen, auch der Einflug der Kraniche wird für viele Ostseeurlauber auf Fischland-Darss-Zingst zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Ihre Trompetenkonzerte hört man besonders gut am Abend, wenn sie nach einem futterreichen Tag zufrieden zurück auf ihre Schlafplätze in seichtes Wasser fliegen. Dort sind sie sicher vor tierischen Fressfeinden. Wie ein Magnet zieht dann der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft die vielen großen und kleinen Vogelkieker mit ihren Ferngläsern und Fotoapparaten an. Ranger erklären alles rund um das Thema Kraniche und keine Frage bleibt unbeantwortet. Beliebte Vogelbeobachtungsorte sind Pramort und der Boddendeich mit einem tollen Blick auf die Insel Kirr. Tausende Kraniche machen hier einen Zwischenstopp, wenn sie aus dem Norden kommen. Bevor sie sich auf die lange Reise in den Süden machen, futtern sie sich auf den abgeernteten Maisfeldern noch einmal so richtig voll, denn für einen langen Flug braucht man schließlich viel Kraft. Am Kranorama in Günz am Günzer See kann man tagsüber reichlich Kraniche beim Fressen beobachten. Hier wird ordentlich zugefüttert, damit die Vögel nicht den Bauern auf den umliegenden Feldern die neue Saat aus der Erde holen. Gleichzeitig hat der Kranichbeobachter die Möglichkeit eben an diesem Ort wunderbar diese Glücksvögel zu beobachten. Glücksvögel sollen sie heißen, weil die Menschen früher in Skandinavien jeden Frühling, wenn die Kraniche aus dem Süden wieder zurück waren, gesagt haben sollen: „Was für ein Glück, nun ist der lange Winter endlich vorüber!“

Wer schon einmal einen Kranichbalztanz beobachten konnte, ist garantiert von Stund an ein großer Kranichfan. Zu empfehlen ist ein Besuch im Kranichmuseum in Groß Mohrdorf. Auch dort trifft man auf fachkundiges Personal, welches alles über diese wunderbaren Vögel zu berichten weiß. Mehrmals täglich wird dort zudem ein interessanter Naturfilm kostenlos gezeigt. In diesen Einrichtungen sollte man jedoch nicht geizig sein und ein paar Taler in die Spendenbüchsen stecken. Das Geld kommt den großen Glücksvögeln zugute, die jedem von uns als Dankeschön garantiert unvergessliche Glücksmomente zurückgeben werden, wenn wir sie alle Jahre wieder im Herbst in Mecklenburg-Vorpommern begrüßen und beobachten dürfen.

 

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